Vize-Landwirtschaftsminister aus Litauen zu Gast im HAUS AM HABSBERG

Ganz im Zeichen der europäischen Zusammenarbeit stand ein Treffen des litauischen Vize-Landwirtschaftsministers Rolandas Taraškevičius, der zu einem Besuch der BIOFACH in Nürnberg angereist war, mit MdB Alois Karl, Landrat Willibald Gailler, Werner Thumann, dem Geschäftsführer der Landschaftspflegeverbands Neumarkt i.d.OPf. e.V. sowie Marie Kaerlein vom Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL).  Wichtiges Ziel des DVL ist es, den internationalen und europäischen Austausch zu forcieren, um in Kooperation mit  Landwirten, Naturschützern und Politik unsere Kulturlandschaften zu erhalten, zu stärken und weiterzuentwickeln. Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Brauereigasthof Winkler in Lengenfeld besuchte Minister Taraškevičius  das HAUS AM HABSBERG, das Umweltbildungs- und Regionalentwicklungszentrum des Landkreises. Die Gäste aus Litauen interessierten sich besonders für den integrativen Ansatz der Projekte des Landschaftspflegeverbandes Neumarkt i.d.OPf., der die Belange von Landschaftspflege und Naturschutz immer mit Aspekten der Umweltbildung, der Naturerfahrung und des naturbetonten Tourismus verbindet. Landrat Willibald Gailler hob hierbei insbesondere die erfolgreiche Regionalmarke „Juradistl“ hervor. Die steigenden Verkaufszahlen bei Juradistl-Lamm, Juradistl-Weiderind und Juradistl-Apfelschorle belegten eindrucksvoll, dass die Menschen immer mehr Wert auf nachvollziehbare Herkunft und kontrollierte Qualität ihrer Nahrungsmittel legten. „Wir schätzend den Landschaftspflegeverband Neumarkt i.d.OPf. wegen seines Erfahrungsschatzes und Vorbildcharakters als internationalen Beratungspartner sehr“, betonte  Marie Kaerlein vom Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL). Nachdem der Landschaftspflegeverband Neumarkt bereits im Auftrag des Umweltbundesamtes an einem Beratungshilfeprojekt für die rumänischen Karpaten maßgeblich mitwirkte, wird er sich nun im Rahmen von „Landcare Europe“ auch an einer Zusammenarbeit mit Litauen beteiligen.

  

Hintergrund:

Die Initiative Landcare Europe als Bündnis von Landwirten, Naturschützern und lokalen Politikern will in den ländlichen Regionen Europas die Umweltleistungen der Bauern besser honorieren, die biologische Vielfalt stabilisieren und damit den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Das Netzwerk umfasst Partner in den Niederlanden, Deutschland, Polen, Österreich, Rumänien, Spanien, Luxemburg, Schottland, Island und Litauen. Das kennzeichnende Merkmal von Landcare Europe ist die gleichberechtigte und freiwillige Zusammenarbeit von Landwirten mit Umweltverbänden und Kommunalpolitikern in ländlichen Regionen. Die Landwirte bekommen dadurch mehr Rückhalt in der Bevölkerung und die Naturschützer erreichen im Konsens mit den Landnutzern viel mehr als im Streit.