Gartentipp von Kreisfachberater Franz Kraus: Im trockenen Frühling für Wasser sorgen

Die sommerlichen Temperaturen locken ins Freie und auch schwerde Böden sind inzwischen soweit abgetrocknet, dass die Arbeiten im Garten zügig durchgeführt werden können. Allerdings erleben wir auch heuer, was sich in den letzten Jahren bereits angebahnt hat: Es ist für die Jahreszeit zu warm und vor allem zu trocken. Problematisch sind oft auch die frostigen Nächste, blühende Obstbäume  können durch starken frost schnell bgeschädigt werden, Magnolienblüten sind teilweise bereits erfroren.

Das trockene, warme Wetter sorgt dafür, dass die Böden oberflächlich sehr schnell austrocknen. Lehmige Böden haben im Untergrund noch mehr Feuchtigkeit. Wichtig ist es es, für ausreichend Bewässerung zu sorgen und die Böden nicht zu tief zu bearbeiten, um die Kapillaren, die "Wasserleitungsbahnen im Boden" nicht zu unterbrechen.  Wenn die Saatrillen auf den Gemüsebeeten unten noch feucht sind, sollte man die Samen andrücken, damit sie Bodenanschluss haben. Dann können die Pflänzchen mit ihren Wurzeln in die Tiefe gehen und an Wasser kommen. Sind die Rollen schon trockener, dann ist es gut, die Rillen vorsichtig anzugießen und die Samenen mit lockerer, trockener Erde zu bedecken.  Bei der Frühjahrsbodenbearbeitung sollte auch Dünger ausgebracht werden, ideal ist Kompost aus dem eigenen Garten. Da im Kompost viele Nährstoffe konzentriert sind, ist es völlig ausreichend, beim Gemüse einen Quadratmeter Boden mit rund drei Liter Kompost zu düngen.

Frisch gesetzte Gemüsejungpflanzen sollten vorsichtig angegossen werden, damit sie einen guten Bodenanschluss haben und gut einwurzeln können. Um die Wasserverdungstung zu verringern, können jetzet schon die beete  bespilesweise mit angewelktem Rasenschnitt leicht abgemulcht werden. Das spart Wasser! Sollte Frost angekündigt sein, kann eine Abdeckung mit Vlies oder auch Zeitungspapier die Pflanzen schützen. Wer die Blüten an Obstbäumen oder Beerensträuchern vor leichten Frösten schötzen  möchte, der kann am Abend vor der Forstnacht Baldrianblütenextrakt in Wasser verdünnt über die Blüten sprühen. Dies erzeugt eine leichte Wärmehülle um die gefährdeten Blüten.