Fünf Sterne Unterkunft für filigrane Facharbeiter: Juradistl-Bienenhaus am Golfplatz Lauterhofen

„Wir sind der Schönheit der Natur verpflichtet“, sind sich Werner Thumann, der Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbands, seine Frau Nicola, Kunstlehrerin am Ostendorfer Gymnasium und Architekt Johannes Berschneider einig. Und so steht seit Anfang April am Golfplatz Lauterhofen ein Bienenhaus, das Platz für fünf Völker bietet und eine vollendete Symbiose aus Zweckmäßigkeit und Ästhetik bildet. Mit den Schülern ihres P-Seminars Kunst hat Nicola Thumann  das Bienenhaus  entwickelt, entworfen und gebaut – fachlich unterstützt durch den Landschaftspflegeverband Neumarkt, Juradistl Imker Leo Altmann, Architekt Johannes Berschneider und die Firma Holzbau Rupprecht.

„Das Projekt zeigt, dass Schule auch etwas mit dem Leben zu tun hat und mir gefällt die Verbindung von Kunst und Ökologie“ betont Werner Thumann. „Thematisch und inhaltlich ist das Projekt aktueller denn je und es passt wunderbar zu unserem Juradistl-Honig, der seit Herbst vergangenen Jahres unsere Naturschutz-Produktfamilie bereichert.“  Ziel ist es daher auch, das Juradistl-Bienenhaus als Bausatz auf den Markt zu bringen.  Ebenso begeistert ist Johannes Berschneider, der nicht nur als begleitender Architekt, sondern auch als  Platz- und Gebäudewart des Golfclub Lauterhofen ein ästhetisches Interesse hat: „Es ist ganz genauso geworden, wie ich es mir vorgestellt habe“. 

Am Anfang standen fünf unterschiedliche Schülerentwürfe, entwickelt unter der Vorgabe, dass das Bienenhaus leicht zu bauen und mit wenig Materialen hergestellt sein müsse. „Das ist es, was an Kunst so genial ist“, sagt Nicola Thumann. „Du hast nichts und kannst alles erfinden!“ Im Dialog haben sich alle Projektbeteiligten für einen Entwurf entschieden,  zunächst im Modell 1:2 gebaut und mit Imker Leo Altmann soweit verfeinert, dass die künftigen Bewohner und ihr Imker optimale Bedingungen vorfinden. Gebaut haben die Schüler das  Bienenhaus dann gemeinsam mit Nicola Thumann bei der Firma Holzbau Rupprecht in Stauf. Sie haben selbst zugeschnitten, gesägt, gebohrt, geschraubt – unter fachkundiger Anleitung natürlich. „Dabei haben meine Schüler unglaublich viel gelernt und Praxiserfahrung gesammelt“,  sagt Lehrerin Thumann, und genau das ist es ja, was ein P-Seminar,  also ein Praxis-Seminar leisten soll. Klar, dass auch die Schüler sich freuen, dass  ihr Bienenhaus noch rechtzeitig vor dem Start der Abiturprüfungen  wirklich steht: „Es ist eine schönes Abschlussprojekt, weil es etwas ist, das bleibt“, sagen sie.

Und ganz zum Schluss bringt es Juradistl-Imker Leo Altmann  auf den Punkt: „Das Bienenhaisl ist einfach eine saubere und g’scheite Lösung!“