Ein Trend mit Tradition: Samen selbst gezogen - Seminar am 27. Juli von 15 bis 18 Uhr

In den letzten Jahrzehnten haben sich Hobbygärtner in der Regel wenig  Gedanken über ihr Saatgut gemacht.. Hochwertig gestaltete  Kataloge entsprechender Firmen und das Angebot in Gärtnereien oder Gartencentern machten es möglich, dass sich jeder seine speziellen Sämereien für Gemüse, Kräuter und Blumen auswählen konnte.  Früher war das anders: Man war darauf angewiesen, selber für die Nachzucht der Pflanzen zu sorgen. So hat man den Samen Samen für die neue Aussaat selbst im Garten geerntet oder sich über den Gartenzaun hinweg mit Sämereien ausgetauscht. Dadurch entwickelten sich eine Fülle lokalen Sorter und Typen, die an die speziellen Böden und klimatischen Bedingungen gut angepasst waren.

In den letzten dreißig Jahren hat sich da grundlegend verändert.  Viele der kleineren Züchter haben aufgehört. Große Konzerne und deren Partner mit modernsten biotechnologischen Methoden haben sich der Züchtung angenommen. Damit einher geht die Gefahr, dass alte Kultursorten für immer verschwinden. Züchtungsziele sind in der Regel ertragreiche Hochzuchtsorten. Mittlerweile jedoch entsteht eine Gegenbewegung. Besorgte Bauern und Gärtner sehen die wachsende Abhängigkeit von den großen Konzernen und gehen neue Wege. Eigene Sorten für den biologischen Anbau, aber auch der Erhalt alter Kultursorten stehen im Zentrum dieser Gegenbewegung. Einen Beitrag zum Erhalt wertvoller Sorten könnten auch Hobbygärtner in ihrem Garten leisten. Das HAUS AM HABSBERG hat es sich deshalb auch zur Aufgabe gemacht einen kleinen Beitrag zu leisten. Im HAUS AM HABSBERG findet nun am Freitag, 27. Juli von 15.00 bis 18.00 Uhr ein Kurs unter dem Motto: „Ein Trend mit Tradition – Samen selbst gezogen“ statt. In Theorie und praktischen Anleitungen wird erläutert und gezeigt, auf was man achten muss, um erfolgreich seine eigenen Samen zu bekommen. Referenten sind die Autorin Cora Leroy und Kreisfachberater Franz Kraus. Dabei erfahren die Teilnehmer mit welchen Pflanzenarten sie selber erfolgreich Samennachbau betreiben können. Wie geht man vor, um keimfähiges Saatgut zu bekommen? Im Bauerngarten blühen auch einige Gemüsearten, um von Insekten oder vom Wind bestäubt zu werden. Ein völlig neues Erlebnis eröffnet sich dem Gärtner, wenn er den Kreislauf einer Pflanze vom Samenkorn zum Samenkorn verfolgen kann.

Anmeldungen sind noch möglich bei der Geschäftsstelle des HAUSES AM HABSBERG im Landratsamt unter Telefon 09181 / 470 311.