Biologische Vielfalt auf dem Teller: Juradistl-Lamm-Aktionswochen vom 14. März bis zum 13. April 2020

Mittlerweile ist es eine gute Tradition, dass der Landschaftspflegeverband Neumarkt i. d. OPf. e.V. pünktlich zur Osterzeit das schmackhafte Naturschutzprodukt Juradistl-Lamm im Rahmen der Juradistl-Lamm-Aktionswochen in den Fokus der Öffentlichkeit rückt. Die Aktionswochen vom 14. März bis zum 13. April sind eingebettet in das Biodiversitätsprojekt „Juradistl – Biologische Vielfalt im Oberpfälzer Jura“, das fachlich begleitet und gefördert wird durch die Höhere Naturschutzbehörde an der Regierung der Oberpfalz sowie die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt mit Mitteln aus der Bayerischen Landschaftspflege- und Naturpark-Richtlinie. Während der Aktionswochen servieren die angeschlossenen Gastwirte kreative Lammgerichte auf ihren Speisekarten und auch bei den projektbeteiligten Metzgereien ist für den Osterbraten Juradistl-Lamm zu erhalten.

„Unser Juradistl-Lamm schmeckt hervorragend und leistet gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zum Schutz unserer heimischen Natur und Artenvielfalt“, betonte Landrat Willibald Gailler, der Vorsitzende des Landschaftspflegeverbands Neumarkt i. d. OPf. e.V., beim Auftakt der Juradistl-Lamm-Aktionswochen am 9. März. Gastgeber zum Auftakt der Aktionswochen in diesem Jahr ist die Familie Wittmann, die sowohl mit ihrem Hotel-Gasthof als auch mit ihrer Metzgerei schon viele Jahre als Juradistl-Partnerbetrieb mit dabei ist.  Zur Auftaktveranstaltung konnten zahlreiche Gäste und Projektbeteiligte begrüßt werden. „Juradistl-Lamm bedeutet geprüfte Premium-Qualität“, so Werner Thumann, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbands Neumarkt i. d. OPf. und Verantwortlicher für das Juradistl-Programm. „Die Schäfer müssen strenge Qualitäts- und Naturschutzrichtlinien einhalten und auch Wirte und Metzger sind vertraglich gebunden,“ so Werner Thumann. Über 18 000 in der Region vermarktete Lämmer seit dem Projektstart im Jahr 2004 - die Hälfte davon allein im Landkreis Neumarkt - zeigen, dass sich das Juradistl-Projekt mit seinem Leitspruch „Schützen durch Nützen“ als ein besonders innovatives Naturschutzprojekt auszeichnet. 

Mit seinem nutzungsorientierten Ansatz hat das Projekt neben den positiven Auswirkungen auf die heimische Flora und Fauna auch die extensiv wirtschaftenden Landnutzer im Fokus – umso erfreulicher ist der Erfolg! „Daher ist allen Beteiligten am Juradistl-System, also Schäfern, Rinderhaltern, Obstbaumbesitzern, Imkern, Landschaftspflegern, Juradistl-Wirten und -Metzgern eine hohe Anerkennung für die bisher geleistete Arbeit zu zollen“, so Landrat Willibald Gailler.

Seit seinem ersten Marktauftritt im März 2004 kann das Naturschutzprojekt Juradistl-Lamm, bei dem sich die Landschaftspflegeverbände Neumarkt i. d. OPf., Amberg-Sulzbach, Regensburg und Schwandorf zusammengeschlossen haben, auf eine Erfolgsgeschichte zurückblicken. 38 Gastwirte, 18 Metzger, 8 Schlacht- und Zerlegebetriebe und 15 Schäfer aus der Region des Oberpfälzer Jura sind an diesem außergewöhnlichen Projekt beteiligt. Im Landkreis Neumarkt i. d. OPf. zählen sich 17 Gastwirte, 3 Metzgereien, 3 Schlacht- und Zerlegebetriebe sowie 9 Schäfereien zu den Juradistl-Partnern, die sich der Verbreitung dieses regionalen Premiumproduktes verschrieben haben. „Dies ist ein stabiler regionaler Wirtschaftskreislauf, der die Lebensqualität und Attraktivität der Region erhöht und die Kaufkraft in der Region bindet“, erläutert Werner Thumann.

Für den Landschaftspflegeverband Neumarkt i.d.OPf., der seit nun 25 Jahren in jährlich über 120 umfangreichen Landschaftspflegemaßnahmen einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt und zur Neuschaffung der Lebensräume unserer vielfältigen Tier- und Pflanzenarten leistet, ist das Juradistl-Projekt mit seinen Naturschutzprodukten ein wichtiger Botschafter seiner Arbeit. Die Juradistl-Produkte leisten einen enorm wichtigen Beitrag für die Bewusstseinsbildung beim Verbraucher.

Mit diesem neuen Ansatz in der Naturschutzarbeit ist Juradistl mittlerweile ein bayernweites Vorzeigeprojekt und wird vor diesem Hintergrund weiterhin mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz gefördert.