Biodiversitäts-Unternehmerstammtisch informiert sich über Regionalpark Quellenreich Neumarkt

Beim Herbst-Unternehmerstammtisch am Umweltbildungs- und Regionalentwicklungszentrum HAUS AM HABSBERG gab es anschauliche Umsetzungs-Beispiele am Gelände sowie kompakte Informationen zum neuen Projekt des Landschaftspflegeverbands, dem Regionalpark QuellenReich Neumarkt. Dr. Franz Ehrensperger und Werner Thumann, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbands, begrüßten die Teilnehmer beim Herbst-Unternehmerstammtisch am HAUS AM HABSBERG.

Seit mittlerweile acht Jahren treffen sich auf Einladung der Neumarkter Lammsbräu, des Landschafts­pflegeverbands Neumarkt und der Ökomodellregion Vertreter regionaler Unternehmen in geselliger Atmosphäre, um sich über die Themen Nachhaltigkeit sowie Ressourcen- und Artenschutz auszutauschen.

Sehr gefragt sind dabei immer ganz konkrete Anregungen und Beispiele, wie das Betriebsgelände naturnäher gestaltet werden kann. Beim Rundgang über das Freigelände des Umweltbildungszentrums standen diesmal Informationen zu Obstbäumen, zur extensiv genutzten Obstwiese sowie zu Heckenpflanzungen auf dem Programm. Werner Thumann und Agnes Hofmann warben dafür, dass oftmals auch bereits kleine Maßnahmen, wie die Pflanzung von Obstbäumen oder eines Heckenabschnitts gewinnbringend für Mensch und Natur ist. Zur Obstsortenauswahl informierte Werner Thumann zu robusten, bewährten Sorten, wie sie hier am HAUS AM HABSBERG vor zwölf Jahren gepflanzt wurden. Die guten Erträge vor Ort sprachen für sich. Bei der Pflanzung von Hecken ist eine ausreichende Breite sowie eine dichte Strauchschicht sehr wichtig, damit sie Lebens- und Rückzugsraum für die heimische Tierwelt bieten können. Viel Interesse fand auch die gepflanzte Wildobsthecke mit Raritäten wie die Mispel (Mespilus germanica) oder die Echte Mehlbeere (Sorbus aria).

Werner Thumann referierte in kompakter Form über das Regionalentwicklungsprojekt Regionalpark QuellenReich Neumarkt, für das der Landschaftspflegeverband seit September 2019 die Geschäftsführung inne hat. Nachhaltige naturverträgliche Naherholungsangebote zum Kennenlernen und Wertschätzen dieser Regionalparkregion in den Kommunen Neumarkt, Pilsach, Lauterhofen und Velburg stehen dabei momentan im Vordergrund und in der Umsetzung. Dazu gehören u.a. eine Regionalpark-Radroute mit Ausstattung von Sitzgruppen und Infopulten, ein Weg der Hoffnung und Stille im Gemeindebereich Pilsach oder das Recherchieren und Anbringen von Hausnamenschildern im Projektgebiet. Markante Stahl-Qs, entwickelt von Architekt Johannes Berschneider, stehen als Symbol für den Regionalpark QuellenReich. Weitere Projekte, auch in Ausdehnung auf den gesamten Landkreis, wie z.B. die Anlage von Hopfengärten in Verbindung mit Wanderrouten sind in Planung. 

Abschließend regte Anne Fröhlich von der Ökomodellregion die Unternehmen an, ihre bisherigen Bemühungen für mehr Biodiversität in ihren Betrieben in kleinen sog. „Steckbriefen“ darzulegen. Diese Sammlung kann dann allen Teilnehmern zur Verfügung gestellt werden und sicher den einen oder anderen Impuls für eine Umsetzung geben.